Conscious Consumption

foto

In my last post I wrote about how my online usage is interest-based. For example I like sandwiches, that’s why I follow certain people on Twitter, follow certain sources on QUOTEfm,  like certain things on Facebook, collect certain lists on Foursquare. One important aspect is consumption. I buy things because I am interested in them – because I like them.

Since the service Svpply started my whole consumption started to change. When I see something online which I would like to own, I press the browser plugin and add it to my Svpply account. I can also add it to certain collections – perfectly for gathering gift lists for your beloved one(s). When I look into my Svpply account later I delete stuff I don’t like anymore. And I get back to the things I really would like to have. When I still want them, get feedback from my girlfriend, can afford them, I am about to purchase it.

I use Svpply a lot. And just a few weeks ago they called me member of the week. Which made me proud. We, my girlfriend and I, also use Svpply to send us things we might like. You can suggest items to other users, which is fun.

But I also go to Svpply to look for things. Like I want a new backpack. I go to Svpply and search for it, look through my list, look through lists of people I follow until I find the perfect backpack.

Like the title says I have the feeling it’s more conscious. I deal a longer time with the things I would like to buy, I give them more thoughts, look for feedback, suggestions, etc. And that is an aspect that is not used often enough on Svpply: you can leave comments below the items. And it would be cool to see what people think about the products they own. I just started to.

But there is more. I use tumblr a lot. You probably never saw it but I have a tumblr where I collect nice interior ideas: Visual Inspiration. Before you complain that I don’t add any links or information about the origin of the photos. This is just a collection of things I like, for me and my girlfriend to get inspiration for what we can do with our apartment.

Now we started to add some things like a ladder, an antler or a bunny, sometimes people. We have a working space, coffee, a bar and a view. But we are not done yet. Far from done but I love how it is developing, becoming our home.

The following is partly an answer to Sara (I wrote the rest before). I liked her article until I read the comments.

I am not in Berlin, maybe I am a hipster but I feel really comfortable in my own 4 walls. Maybe that’s the most important thing. I spend a lot of time here, so it better should be beautiful. Is it expensive? Sometimes. Does it make me happy? Yes. I don’t wear Deichman shoes, so why should I sit on an IKEA sofa. You wear your cool old MCM backpacks, I have an old leather suitcase with a hat on top. You wear your funny Mickey Mouse sweater, I can put a fucking old ladder in my living room. What I am saying: you care how you look, I care how my living room looks. I don’t blame you for your “Lavalampe und Laminat”, don’t blame me for my “Stuck und Fischgrätenparkett”.

If you care, you can hide printer, cables and staplers. It is not that hard. If you can’t make it with money, be creative. In any way it should be creative. But like I say above if you are INTERESTED in changing it, there is a way. Or like Jamiroquai said “If I like it, I do it.” If you don’t care, don’t troll around.

More stories about , , , , , , ,

3 Comments

  • Sara

    Yo, chill ma. Ich gönn jedem seinen fantastischen Lebensraum. Ich krieg’s halt selber nicht hin. Ich muss meinen Arsch schon für Arbeit aufreissen und habe am Ende des Tages trotzdem nicht genug Geld (oder vielleicht habe ich ja schon zu viel!), um eine “arme Ästhetik” zu reproduzieren. Meine Kreativität muss leider in andere Dinge gehen. Ich blicke doch nur mit Sehnsucht all den Leuten entgegen, die das aus ihren Handgelenken schütteln können. :)

    Man sollte meine lose anneinandergereihten Beobachtungen auch nicht als “ihr” und “wir” verstehen, das Wort “Hipster” habe ich nicht mal geschrieben weil ich es für völlig überflüssig und nichts-aussagend halte, und der Affront kommt nicht von mir, sondern von dir. Chill, ich will dir nichts wegnehmen und schon gar nicht deinen Geschmack in Frage stellen.

    Ich bedanke mich aber dafür dass du mir einen guten Klamottengeschmack attestierst, den habe ich nämlich auch nicht. MCM-Tasche? Bwahahahahahaha.

  • Markus Reuter

    @Sara Ich bin gechillt. Und wie beschrieben, deinen Beitrag fand ich so lange lustig, bis ich die Kommentare gesehen habe.
    Vielleicht fühle ich mich selbst angegriffen, weil ich genau in die Beschreibung passe und nicht verstehe was daran schlecht ist. Eine Inszenierung der eigenen 4 Wände ist doch wunderbar. Warum ist das Dieter Rams Bügeleisen zu kritisieren oder das dänische Holzregal? Warum der Fliesentisch nicht?
    FvF dokumentieren die schönen Dinge an Wohnungen. Ich habe schon 1000 Ideen dort gefunden, die ich großartig finde. Es ist wie MTV Cribs, nur mit Geschmack. Hier geht es nicht um den Bentley oder die goldene Rolex, sondern um die Olivetti Schreibmaschine, den Banksy an der Wand oder um die selbstgebastelte Lampe. Ich schau mit lieber die 4 Wände von irgendeinem Berliner Hipster an als von Kim Kardashian.

  • Sara

    Vielleicht ist das der Unterschied zwischen mir und dir: ich schau mir einfach gar nicht an, wie Leute leben.

    Anders ausgedrückt: wer sich dessen hingeben kann und bewusst ist, dass es nichts weiter als Ästhetik ist (welche Bedeutung diese für das menschliche Leben hat ist noch mal eine andere Frage), dann bitte, sehr gerne. Problematisch wird es für mich dann, wenn das affig reproduziert wird, die Ursprünge vergessen werden, “Ästhetik” über Funktion steht (und eben nicht gebündelt wird), und nicht bewusst ist dass diese vermeintlich schönen Gegenstände nichts weiter sind als ein neuer Konsumterror oder Statussymbol-Geschiss. Noch mal: wer sich dessen bewusst ist und vielleicht auch mit einem Augenzwinkern begrüßt, der hat doch gar nichts zu befürchten. Ich glaube, viele fühlen sich angesprochen (sogar angegriffen), weil sie Leichtfertig mit einem Lebensstil umgehen, der etwas “aussagen” soll, ohne genau zu wissen a) was denn jetzt und b) wieso eigentlich? Wieso will man denn keine sanierte Wohnung haben, wieso möchte man denn kein Bett? Weil es ästhetisch ist? Um welchen Preis, welche Längen geht man? Das Geld ist doch eigentlich erst mal egal. Ich nehm’s mit Humor, wenn mich jemand als “hipster” bezeichnet weil ich Sneaker liebe. Ich LIEBE Sneaker, ich bin total befallen von diesem Virus. Ich bin total der Konsumspast was das betrifft. Aber ich weiß es und ich weiß welche “Bedeutung” es hat: gar keine. Und dass ich deshalb nicht zu irgendwelchen Leuten gehöre. Und dass das für manche ein Statussymbol ist, aber nicht bedeuten muss, dass es in irgendeiner Art und Weise mein Wesen transportiert. Oder das “der anderen”.

    Natürlich ist mein Artikel auch etwas überspitzt gewesen und der kritische Subtext verschwimmt im Hintergrund. Richtig geil, wie sich alle köstlich darüber amüsieren um nächsten Augenblick wieder über überteuerte Lifestyle-Einrichtungsgegenstände ohne jeglichen Sinn und Zweck schreiben. Das verwirrt mich dann doch ein bisschen. Da finde ich deine Attitüde angenehmer: du stehst dazu und du bist auch bereit, das intellektuell zu verteidigen. Ich muss nicht einverstanden damit sein, aber wenigstens tust du nicht so als würdest du dich ironisch distanzieren. Dafür noch mal danke.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Conscious Consumption